Manfred Miersch | „Klangkonstruktion 4.0“

paperfile on tour | KUNSTRAUM Tosterglope

14. April 2012


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Manfred Miersch | Klangkonstruktion 4.0

Der gebürtige Berliner Manfred Miersch ist seit längerer Zeit in unterschiedlichen musikalischen Genres zuhause. Als Begründer und Mitglied des Ensembles "atelierTheremin", den Pionieren des NeoKrautrock, wie sie von der Presse bezeichnet werden, versucht er die Tradition der Berliner Schule der elektronischen Musik der Zeit um 1970 weiterzuführen. Mit seinen Solo-Auftritten verortet sich Manfred Miersch hingegen im Feld der gegenwärtigen Neuen Musik, der zeitgenössischen experimentellen Live-Elektronik-Szene. Mit einem Kompositionsauftrag würdigte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) bereits 2007 Mierschs Audio-Arbeit, die auch auf Tonträgern dokumentiert ist. Dabei versteht sich der auch als Musikjournalist und Popkultur-Archäologe tätige Freund analoger Technik ausdrücklich nicht als Musiker, sondern als Künstler der Musik macht. Auf sein Studium der Bildenden Kunst an Hochschulen in Berlin und Hamburg verweisend, erläutert er: "Mir geht es weniger um Harmonien, Intervalle, Tonarten und um tradierte musikalische Formen, sondern um Akustik, um Frequenzzahlen, Schichtungen, Reihungen und um Klangräume.". Am Samstag d. 14. April 2012 um 19 Uhr wird Manfred Miersch im Kunstraum Tosterglope mittels analoger Synthesizer seine "Klangkonstruktion 4.0" präsentieren. Die von Manfred Miersch auf neueren analogen Modul-Synthesizern durch Teilung, Subtraktion, Addition, Filterung und Rhythmisierung konstruierten Klänge werden begleitet durch eine sich simultan verändernde Lichtprojektion grafischer und physikalischer Figuren, die der Künstler speziell für diese Veranstaltung entwickelt hat.